Weiter gehen, es gibt nichts zu sehn…
Zumindest nicht viel mehr als das Ortsschild (Bild links) und ein Haufen Aborigines.
Wir haben nur schnell nachgetankt und ne Pizza gegessen und sind dann weiter Richtung Kings Canyon und Ayers Rock.
Weiter geht’s in Richtung Alice Springs. Zuerst aber wieder die Ostküste runter nach Airlie Beach, denn dort haben wir eine 2 Tage Whitsunday Island Segeltour gebucht. Ich durfte diesmal umsonst auf der Iceberg mitfahren, das hatte ich ein paar Wochen vorher bei meiner ersten Segeltour mit dem Skipper so ausgemacht
Diesmal war es leider sehr windstill, dafür sind wir bessere Schnorchelspots als letztes mal angefahren (angesegelt kann man das ja nicht nennen, wenn das Segel nur als Dekoration gehisst wird). Als Bonus haben wir auf der Rückfahrt dann noch zwei Wale gesehen.
Von Airlie Beach ging es dann über Townsville und Mt Isa auf den Plenty Highway. Eine rund 800km lange Dirtroad mitten durchs nichts. Bei dem ganzen gerumpel auf der Dirtroad hat das Auto schon am ersten Abend wieder Probleme gemacht. Die Schweißnaht am Radiator ist aufgerissen und das heiße Wasser ist verdampft. Mit Hammer und Schraubenzieher hab ich dann die Schweißreste “weg gemeißelt” und das Loch dann mit dieser Knetmasse geflickt. Das ganze hat diesmal nicht ganz so gut funktioniert wie damals auf dem Tanami Track, da dass Loch doppelt so groß war. Aber wenigstens ist der Großteil vom Wasser im Kühler geblieben
Loch geflickt, dann kann’s ja weiter gehen. Aber das wäre ja zu schön gewesen… Am nächsten Tag haben sich die Schrauben die den Kühler in Position halten unbemerkt davon gemacht. Wahrscheinlich durch das ganze holpern von selbst gelöst. Der Kühler ist nach unten gerutscht und der Keilriemen hat einen 3cm Schlitz in den Wasserschlauch “geritzt”. Als wir das gemerkt haben war der Kühler schon furztrocken… Momentane Position: am Arsch der Welt. Nächste Stadt: Alice Springs in 500km. Und wir Idioten haben nur 30 Liter Wasser dabei…
Mit unseren Wasserreserven haben wir es mit dem Auto noch in die nächste Aboriginal Siedlung geschafft wo wir den Kühler dann mit 2 Meter Draht, Isolierband und mehr Knetmasse geflickt haben. Die Konstruktion war übrigens so gut, dass wir damit noch über 2500km weiter gefahren sind. Nur Dirtroads haben wir dann möglichst ausgelassen
Wer in Cairns ist, darf die Atherton Tablelands nicht verpassen. Eines der Hightlights sind definitiv die Milla-Milla Falls. Aber auch sonst gibt es ein paar schöne Seen und Bushwalks.
An einem See kann man sogar Platypusse (oder doch Platypussys?) sehen, der Eintritt kostet allerdings ein paar $$ und so wichtig war es uns nicht ein Kloakentier zu sehen
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Im Cathedral Fig Tree |
Arschbombe |
Der Tauchkurs wär geschafft, jetzt geht’s in die Wildnis
Ich hatte im Internet vom Bloomfield Track gelesen, der von Cape Tribulation richtung Cooktown verläuft. Und warum sollten wir über die Straße fahren, wenn’s auch auf Schotterpisten durch den Nationalpark geht?
Der Nationalpark war echt schön und selbst in der Dry Season ziemlich grün. In der Wet Season ist es dort bestimmt noch einige ecken schöner. Der 4WD Track war aber wirklich nicht viel mehr als eine Schotterpiste. Nur eine Flußdurchquerung und ein paar ziemlich steile anstiege haben die Straße für normale Fahrzeuge unpassierbar gemacht.
Übernachtet haben wir am Archer Point ein paar km südlich von Cooktown. Sehr schöner Fleck direkt am Meer. In der Nacht ist dann ein Sturm aufgezogen und der Wind hat das halbe Außenzelt weg gefegt, wie gut dass mit Hahne ein bisschen Gewicht im Zelt lag, sonst wär das bestimmt auch weg geflogen
Nachdem Schnuppertauchen eine Woche zuvor war eins klar: der Tauchschein muss her! Nachdem ich Teresa & André in Cairns am Flughafen abgesetzt hab, habe ich Oli und Christian (nachfolgend genannt “der Kurze und Hahne”) 7 Tage später dort abgeholt. Die beiden waren von dem Tauchkurs-Vorschlag schnell überzeugt, also ging es direkt am nächsten Tag bei “Down Under Dive” in Cairns los. Zwei Tage Theorie lernen und anwenden im Pool und dann zwei Tage am Great Barrier Reef standen auf dem Plan. Gekostet hat der Spaß $500.
Bei den Tauchgängen am Reef hatten wir immer etwa 35min “Bottom Time”. Die ersten 5-10min wurden Übungen gemacht wie Fin-Pivot, Taucherbrille aus und anziehen usw., danach hatten wir noch genug Zeit um die Unterwasserwelt zu erkunden. Neben tausenden Fischen haben wir Riffhaie gesehen, eine riesige Schildkröte gestreichelt und Hahnes Quittung vom Tauchkurs im Riff wieder gefunden. Und keiner weiß so genau wie die da hingekommen ist
Bevor es für André und Teresa zurück nach Deutschland ging, musste noch der Punkt “Tauchen am Great Barrier Reef” von der ToDo-Liste gestrichen werden. Von Cairns und Port Douglas fahren ziemlich viele Schiffe täglich zum Riff. Wir haben uns für die “Silversonic” entschieden, die von Port Douglas zum Agincourt Reef fährt. Das Agincourt Reef liegt am äußeren Riff und gehört zu den besten Locations zum Schnorcheln oder Tauchen. Ich hatte noch keinen Tauchschein, also habe ich zwei Einführungstauchgänge gemacht. Auf dem Schiff bekommt man eine gute Einführung wie alles funktioniert, was man machen darf und was nicht, wie man reagiert wenn Unterwasser die Taucherbrille vollläuft usw…
Und, was soll ich sagen, es war einfach der absolute Knaller. Allein schon die simplen Dinge wie “Hey, ich kann Unterwasser atmen”. Und dazu noch die ganzen Fische. Große und kleine in allen Farben. Und mittendrin beschützt Nemo seine Anemone
Unten im Pool kann man sogar schwimmen gehen. Das Wasser ist zwar Arschkalt, aber es lohnt sich trotzdem. Man hat ja nicht oft die Chance unter 268 Meter Wasserfällen zu schwimmen.
Bei den Whitsunday Islands handelt es sich um eine Inselgruppe an der Ostküste die von Capt. Cook (dem Entdecker von Australien) am weißen Sonntag entdeckt wurde. Die 74 Inseln sind bis heute fast unbewohnt.
Von Airlie Beach starten täglich mehrere Segeltörns. Von Daytrips ohne Übernachtung bis zu 4-Tages Trips mit 3 Übernachtungen auf dem Segelschiff ist alles dabei.
Andre’s Bruder hat uns die “Iceberg” empfohlen. Die Iceberg ist ein etwas kleineres Segelschiff mit nur 12 Touri’s an Board. Das Schiff wurde 1992 fertig gestellt mit dem Ziel das Sydney Hobart Race zu gewinnen. Mittlerweile gehört das Schiff zwei Brüdern die von Airlie Beach dreimal die Woche um die Whitsunday’s segeln.
Die Wettervorhersage hat starken Wind und Sonnenschein vorhergesagt und dementsprechend wurde auch richtig schön gesegelt! Die 2 Crew-Mitglieder an Board können übrigens nicht alles alleine machen, also darf man beim Segel hissen usw. mithelfen! Teilweise hab ich ja schon überlegt, ob das Boot gleich umkippt oder ob unser Skipper Luke das alles im Griff hat
Morgens ging es von Airlie Beach als erstes zur “Dumbell Island” wo wir Schnorcheln konnten. Die Whitsunday Islands liegen übrigens auch im “Great Barrier Reef”, es gibt dort also auch allerhand schöne Fische und Korallen zu bewundern. Nach dem Schnorcheln ging es weiter zur “Tongue Bay”. Dort beginnt ein kurzer Wanderweg zur Whitehaven Beach. Ein traumhafter Strand, sauberer weißer Sand der quietscht wenn man drauf rum läuft, blaues Meer… Einfach klasse! Von einem Lookout am Berg kann man das Ganze von oben bestaunen.
Bei dem starken Wind hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, an einem der schönsten Stände dieser Welt meinen Kite steigen zu lassen. Schaut euch einfach unter “weiterlesen” das Video an, das war einfach zu geil um es mit Worten zu beschreiben
Nach der Übernachtung auf dem Segelschiff ging es am nächsten Morgen weiter zu einem anderem Spot vom Whitehaven Beach wo wir alle ein bisschen relaxen konnten. Auf dem Rückweg nach Airlie Beach konnten wir dann auch nochmal schnorcheln.
Die Tour war echt super und hat sich wirklich gelohnt! Jeder der die Ostküste besucht sollte die Whitsunday Islands nicht auslassen.
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Wie bei jedem der die Ostküste hoch fährt, stand auch bei uns Fraser Island auf dem Programm. Wir sind ein kleines Stück nördlich von Rainbow Beach, am sogenannten “Inskip Point” übergesetzt. Von dort dauert die Fahrt mit der Fähre nicht so lange wie von Hervey Bay und günstiger ist es auch noch.
Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Sie ist 124km lang und durchschnittlich 15km breit. Bis auf wenige Gesteinsformen besteht die Insel ausschließlich aus Sand. Die Ostküste der Insel ist fast komplett befahrbar und quasi die Insel-Autobahn. Sogar ein paar Straßenschilder wurden aufgestellt
Zusätzlich gibt es noch ein paar “Straßen” die in das innere der Insel führen.
Wir haben drei Nächte auf der Insel verbracht und jede Nacht am Strand gecampt. Am ersten Morgen kam uns auch schon der erste Dingo besuchen. Ich hab ein paar Fotos gemacht, aber als er mich bemerkt hat ist er abgehauen. Später als wir gefrühstückt haben kam er aber zurück und hat Teresa’s Panzerkekse (Knäckebrot) aus der Foodbox geklaut.
Das Highlight der Insel war für mich der Lake McKenzie. Superfeiner superweißer Sand, das kann man sich garnicht vorstellen. Angeblich kann man mit dem Sand sogar die Zähne polieren. Wirklich weißer waren die Zähne danach zwar nicht, aber es hat sich gut angefühlt
Ansonsten sollte man noch den Indian Head erwähnen. Eine der wenigen Gesteinsbrocken auf der Insel und von dort oben konnte man sogar vorbeiziehende Wale in der Ferne beobachten. Zudem gibt es noch den Lake Wabby, das Wrack der 1935 gestrandeten S.S. Maheno, die Champagne Pools und und und…
Erstmal sorry, dass ich solange nichts mehr geschrieben hab. Es gab zwar viel zu Berichten, aber entweder ich hatte keine Zeit, kein Strom oder kein Bock was zu schreiben
Nach meinem Vorstellungsgespräch in Sydney hat mich die Kälte ganz schnell in den Norden getrieben. Ein paar Tage später musste ich eh Teresa und Andre am Flughafen an der Gold Coast abholen und Sydney kann ich mir ja während meinem Praxissemester noch anschauen. Auf der Strecke von Sydney zur Gold Coast gab es nicht viel zu sehen, bis auf Byron Bay hab ich eigentlich nirgendwo angehalten.
Mit T&A (und geschätzten 3 Tonnen Gepäck) im Auto ging es dann weiter die Ostküste hinauf. Der erste Stopp war Brisbane, wo wir uns mit meiner Cousine Madeleine getroffen haben. Madeleine ist die Ostküste schon hochgefahren und konnte uns mit vielen guten Tipps versorgen. Weiter ging es durch die Glasshouse Mountains nach Noosa Heads. In Teresa’s Reiseführer wurde eine 4WD Strecke von Noosa zur Rainbow Beach empfohlen und das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen
Es ging die meiste Zeit am Strand entlang durch den “Great Sandy Nationalpark”. Am Ende kam uns die Flut etwas nahe, aber André hat uns wie ein Profi zwischen den Baumstämmen und dem Wasser hindurch navigiert.
(man beachte bei dem linken Foto das schöne Auto im Hintergrund
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